


Die Warnow war in diesem Jahr das Ziel unserer Sommer-Wanderfahrt, zu der sich sieben Ruderinnen und Ruderer angemeldet hatten. Für diese Gruppe hatte unsere Fahrtenleiterin Ulla Hillebrand den „Bützower Hof“ als Standquartier an diesem Wochenende gebucht. Entgegen der Erwartungen verlief die Anreise am Freitag zu Beginn der Sommerferien staufrei, so dass wir nachmittags noch unsere Boote EGON LEMMER und N´TSCHO-TSCHI auf dem Gelände des hiesigen Kanuclubs aufriggern konnten. Die Mitglieder des Kanuclubs waren außerordentlich gastfreundlich: So konnten wir unseren Bootstrailer auf dem schön gelegenen Vereinsgelände am Bützower See abstellen und unsere Boote sicher über Nacht dort lagern. Der „Bützower Hof“ erwies sich dann nicht nur als schönes Quartier, sondern verwöhnte uns an beiden Abenden mit leckerem Essen und gutem Service.
Am Samstag machten wir uns dann zu Fuß auf dem Weg vom Quartier zum Kanuclub. Dort wurden wir bereits erwartet und durften uns über die Unterstützung der Kanuten beim zu Wasser lassen unserer im Verhältnis zu den Kanus doch wesentlich größeren Boote freuen. In die Boote mussten wir hier über Wasser einsteigen. Die Tagesetappe startete mit dem Überqueren des Bützower Sees und mündete in einen kleinen Kanal, der uns zur Warnow führte. Von dort ging es flussabwärts mit nur wenig Strömung durch herrliche Wiesenlandschaften zu unserem Mittagshalt an einem Campingplatz in Schwaan. Dort durften wir den Ruderboot-tauglichen Steg, der eigentlich den Anglern vorbehalten war, nach Rücksprache mit dem Platzwart in Beschlag nehmen. Weiter führte uns unsere 36 km-Etappe schließlich zum Olympischen Ruderclub Rostock nach Kessin. Hier ist auch der Leistungssport Mecklenburg-Vorpommerns mit kompletter Infrastruktur wie Athleten-Unterkünften und diversen Bootshallen auf einem sehr gepflegten Gelände beheimatet. Dieser Standort mit einem tollen Ruderrevier würde sich auch für ein Trainingslager unserer Rennruderer anbieten. Der ORC Rostock hat sogar eine eigene Bushaltestelle: Von hier gings mit Bus und Bahn zurück nach Bützow. Das Abendessen schmeckte nach der langen Ruderetappe nochmal so gut wie am Vortag.
Am Sonntag gings dann mit den beiden Autos und dem Bootstrailer nach Kessin, wo später auch die Fahrt enden sollte. Zunächst einmal führte uns der Warnow-Lauf in das Stadtgebiet von Rostock. Nach drei Kilometern mussten wir die Boote an einer ehemaligen und heute stillgelegten Schleuse umtragen. Die dortigen Stege machten diese Aktion jedoch sehr komfortabel. Nach wenigen Fluss-Kilometern mündete die Warnow dann in den Stadthafen von Rostock. Wir ruderten über die dortige Regattastrecke (hier fand 2015 auch der Jungen-und-Mädchen-Landesentscheid statt) und legten kurz am Rostocker Ruderclub am gegenüberliegenden Ufer der Innenstadt an. Im Stadthafen konnten wir die Rostocker Stadtkulisse bewundern, bevor die Warnow in einer langgesteckten Kurve weiter nach Norden in Richtung Warnemünde fließt. Hier bildete sich durch den zunehmenden Wind und den Spundwänden im Hafen ein ordentliches Kappelwasser, dass unseren C-Booten bei Wanderfahrten doch seine Grenzen aufzeigt. Nicht zuletzt die dunklen Wolken am Horizont veranlassten uns, hier zu wenden und nach Kessin zurück zu rudern. Zum Glück blieb der angekündigte Regen aus, so dass wir trockenen Fußes unsere Boote verladen und uns noch zum abschließenden Picknick zusammensetzen konnten.
Für die tolle Organisation bedanken sich bei Ulla Dagmar & Jürgen, Edel & Petros sowie Elke und Volker.
VT

